An einem Wochenende im Dezember trafen sich in
der Limesschule in Pohlheim-Watzenborn (bei Gießen) 24
hochmotivierte Taucher/innen aus Hessen und den umliegenden
Bundesländern, die sich zum Ziel gesetzt hatten, ausbildungsaktiv
zu werden und die "Weihen" des ÜL-C zu erlangen.
Doch vor dem Erfolg steht bekanntlich die Mühe.
Unterrichtet von diversen Halb- und Vollgöttern des HTSV und unter
der Ausbildungsleitung von Thorsten Maier, Holger Feldmann und Petra
Sänger erschien das Pensum zunächst unerreichbar. Dies
führte dazu, daß 1 Teilnehmer gleich wieder aufgab.
Perfektion und Vollkommenheit waren das Ziel. Unterrichtet wurden
neben den praktischen Abschnitten, wie Trainingslehre, Medizin und
Rhetorik auch so trockene Themen, wie Vereinsrecht, Organisation der
diversen Tauchsport-verbände und Geschichte des Sports.
Wir als angehende ÜL's wurde in Gruppen und Grüppchen
aufgeteilt und mit diversen Aufgaben und Arbeiten betraut, daß
sich bei manchem die Nackenhaare sträubten.
Nach einigen Wochen der Vorbereitung kam der Kurs schließlich ab
Ende Februar an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden zum
Höhepunkt.
Die erste Hürde, bestehend aus dem von Jedem zu absolvierenden
Referat, wurde von fast allen Teilnehmern im ersten Anlauf genommen.
Bei der Praxis im Watzenborner Hallenbad konnten wir die Schulung von
Tauchbeginnern hautnah erleben und uns auf die bevorstehenden
Prüfungen vorbereiten. Aber auch unsere eigenen
Fähigkeiten wurden durch diverse Übungen optimiert.
Darüberhinaus wurden uns auch verwandte Themengebiete, wie Apnoe
und Aqua-Aerobic vermittelt. Nicht zuletzt die sogenannte
Vereinsbahn sorgte mit ihren Pyramidensprints genannten Einlagen
für die entsprechende Fitness
Ende März war es dann soweit. Die praktischen Prüfungen
standen an. Hierzu wurde ein genauer Plan erarbeitet, der strikt
einzuhalten war.
Der Ablauf der Übungen mit einem umfangreichen Briefing
mußte gelernt und schließlich angewendet werden.
Hierbei zeigten sich bei fast jedem deutliche Anzeichen von
Nervosität und Streß. Es ging schließlich um die
Frage: "Sein oder Nichtsein !!!"
Jedem Teilnehmer wurde eine Gruppe von "echten" Tauchbeginnern
zugeteilt, die auf der "langen Bahn" und im "tiefen Becken" unter den
wachsamen Augen der Prüfer/innen zu schulen waren. Bei diesen
Schülern handelte es sich um Kursteilnehmer unterschiedlichsten
Alters, die beim Grün-Weiß Giessen ihren Grundtauchschein
erwarben.
Wie nicht anders zu erwarten, waren auch die motorischen
Fähigkeiten der Tauchbeginner sehr unterschiedlich. Dies
zeigte sich daran, daß im Verlauf der Tauchübungen der Eine
oder Andere seine Übungen abbrach und selbständig
auftauchte. Durch uns angehende ÜL's und die aus unseren
Reihen stammenden Assistenten wurde aber alle Schwierigkeiten gemeistert
und "Verluste" vermieden. Letztlich gab es nur wenige nicht
bestandene Prüfungsteile, die dann aber im zweiten Anlauf
gemeistert werden konnten. Dies war eindeutig ein Erfolg der
gründlichen Vorbereitungen.
Am letzten Wochenende stand schließlich neben dem zweiten Teil
der praktischen Prüfungen noch eine schriftliche Prüfung ins
Haus, die aber von allen gemeistert werden konnte.
Im Rahmen eines geselligen Beisammenseins wurden schließlich von
unseren Seminarleitern Thorsten und Holger die
Übungsleiter-Ausweise feierlich überreicht.
An dieser Stelle ist sicherlich ein herzlicher Dank an die
Seminarleiter angebracht, die den Kurs kompetent geleitet und dabei
einen erheblichen logistischen Aufwand bewältigt haben. Ihnen
ist es zu verdanken, daß alle Teilnehmer in der zur Verfügung
stehenden Zeit in die Lage versetzt wurden, dieses Seminar erfolgreich
zu beenden. Vielen Dank.
oben, v.li.n.re.: Seminarleiter Holger Feldmann und Thorsten
Meier, Seminarteilnehmer: Stefan Kaus, Mario Wegener, Christian
Schadewell, Andy Ledtermann, Ulf Christoffer, Uwe Mogge, Edwin Kellert,
Ravi Keck, Sven Mummert, Rainer Stoodt, Dirk Klingelhöfer, Franz
Lubik, Timo Dörr, Reinhard Stoller unten, v.li.n.re.: Anja Schick, Dr. Klaus Döring, Peter
Arens, Marion Brandl, Jochen Menke, Sarah Lotz, Martin Haas, Stefan
Krautschneider