VDST
Hessischer 
Tauchsportverband e.V.
CMAS


Termine im FB Umwelt


Untersuchung Verbandsgewässer Schönbach
03. 10. 20105 ÜL7 FPBernd SchmidtAusschreibung / als PDF
Neues Seminar anmelden / intern (1)
Weitere Info zu aktuellen Umwelt-Seminaren
Gewässeruntersuchung Schönbach Apr. + Sept.: GU10.pdf

Meeresbiologie / Ozeanologie September Korfu: Korfu10.pdf

Aktion Gewässerreinigung Schönbach Mai: GR10b.pdf
Aufgaben und Ziele des Fachbereiches Umwelt und Wissenschaft
Seit einigen Jahren müssen sich Sporttaucher in jeder Ausbildungsstufe mit Fragen des umweltverträglichen Tauchens auseinandersetzen und sowohl die Konflikte als auch die Möglichkeiten zu ihrer Vermeidung kennen. Damit ergreift der Hessische Tauchsportverband - im Gegensatz zu den vielen kommerziellen Tauchsportorganisationen - die Chance durch sein sportartbedingtes Ausbildungssystem, und der damit verbundenen maximalen Erreichbarkeit, jeden der Mitglieder hinsichtlich einer umweltverträglichen Sportausübung zu schulen.

Somit sind die Aufgabenbereiche der SA Umwelt im HTSV in folgende Bereiche unterteilt:

-- Innerhalb der theoretischen und praktischen Ausbildung der Deutschen Tauchsportabzeichen erfolgt die Vermittlung des notwendigen theoretischen Grundwissens und der körperlichen Fähigkeiten (Tarierung) für eine möglichst umweltschonende Ausübung des Tauchsports.
-- Bei der Übungsleiter- und Tauchlehrerausbildung wird ein umfassendes Verständnis für biologische Zusammenhänge im Süßwasser und im Meer u. a. im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Tauchsports geschult. Hinzu kommen Lerninhalte über Artenvielfalt und Ökologie aquatischer Lebensräume, die sie dann wieder in ihren eigenen Unterricht im Rahmen der DTSA-Ausbildung einbringen können.
-- Im Bereich der Spezialkurse "Meeresbiologie", "Süßwasserbiologie" und "Gewässeruntersuchung" wird von der Sachabteilung Umwelt des HTSV Spezialwissen vermittelt, das Taucher und Tauchausbilder in die Lage versetzt, die Gewässer, in dem er taucht, besser zu verstehen und erlebnisreicher zu tauchen.
--Erstellen von Umwelt- bzw. Sportnutzungskonzepten für zur Ausübung des Tauchsports geeignete Gewässer.
--Gremienarbeit und Vertretung des Verbandes bei Tagungen des Landessportbundes und anderer Institutionen.

Der Hessische Tauchsportverband hat sich klar für ein verstärktes Umweltengagement ausgesprochen. Die Realisierung dieser Verbandsphilosophie erfolgt zum einen durch eine Manifestierung des Umweltbereichs in die eigene Ausbildung und zum anderen in einem verstärkten Zusammenarbeiten zwischen der Sachabteilung Umwelt und engagierten Tauchclubs des Hessischen Tauchsportverbandes.
Archäologie im Bereich Umwelt und Wissenschaft im HTSV
Seit 2004 gibt es neben der Biologie auch die Archäologie im Bereich Umwelt und Wissenschaft im HTSV. Wie der Umweltbereich zeigt ist nachhaltiges Tauchen nur auf breiter Basis möglich. Aber selbst für Fachleute ist häufig auf dem ersten Blick nicht zu erkennen, ob es sich bei einem im Wasser liegenden Objekt um ein archäologisch bedeutendes Fundstück handelt. Umso schwieriger ist es natürlich für uns Sporttaucher Denkmäler unter Wasser zu erkennen. Archäologen werden in Zweifelsfällen zunächst immer versuchen, so wenig wie irgend möglich zu verändern, bevor sie das Objekt aus seinem „Kontext“, also aus seinem Sedimentbett entfernen. Unabhängig vom vermuteten Alter oder möglicher Bedeutung wird man diesen Zusammenhang dokumentieren, bevor das Fundstück schließlich geborgen wird, um im Labor oder auf dem Schreibtisch des Archäologen weiter untersucht und eingeordnet zu werden. Jeder, der archäologische Funde, gleichgültig ob über oder unter Wasser, aus ihrem Fundzusammenhang reißt, zerstört unwiederbringlich Spuren und damit Informationen über dieses Fundstück. Treffen Sporttaucher also auf ein Objekt und haben sie nur den geringsten Verdacht, ob es sich um ein historisch interessantes Stück handelt, sollten sie genau beobachten, aber alles unberührt lassen.

Es gilt die Regel: Nichts berühren! Nichts mitnehmen! Funde melden!

Die Adresse des jeweils zuständigen Landesdenkmalamtes findet sich z.B. im Internet, www.unterwasserarchäologie.de, aber auch örtliche Museen oder das Rathaus nehmen solche Fundmeldungen gerne entgegen und reichen sie weiter.
Allgemein gilt: Archäologische Objekte sind oft sehr empfindlich und fragil. Oft handelt es sich um sehr alte Objekte, die unter Wasser erhalten geblieben sind, weil hier kein Luftsauerstoff verfügbar ist. Luftsauerstoff brauchen aber sowohl die Bakterien als auch die Pilze, die für Fäulnis und Zersetzung verantwortlich sind. Aus diesem Grund sollte man sich auch immer überlegen, ob das Betauchen von Innenräumen von Schiffen nötig ist, da die unter Deck aufsteigenden Luftblasen Luftsauerstoff an Holz und Metallteile bringen und den Zersetzungsprozess enorm beschleunigen. Denn Schiffswracks sind nicht nur faszinierende Tauchziele, sondern auch besonders aussagefähige Geschichtsquellen. Oft sind sie zugleich Denkmäler und gehören zum reichen Unterwassererbe, das sich in unseren Flüssen, Seen und Küstengewässern erhalten hat. Als Lebensräume für Pflanzen und Tiere bilden sie oft einzigartige Inseln der Artenvielfalt. In diesem Licht gesehen, sollten sich auch manche Schiffseigner und Tauchsafariveranstalter überlegen, ob sie nicht andere Ankerstellen als Decks oder Innenräume von Schiffen finden können. Ankerschäden gibt es leider nicht nur an den Korallenriffen der tropischen Meere, sondern auch an anderen Tauchzielen, z.B. der im Bodensee liegende Raddampfer „Jura“.
Sporttaucherei und professionelle Unterwasserarchäologie verfolgen zunächst vollkommen unterschiedliche Interessen:
- Sporttaucher betreiben Freizeitsport und wollen ihrem Hobby möglichst ohne Einschränkung nachkommen
- Professionelle Unterwasserarchäologie und staatliche Denkmalpflege betreiben Tauchen als Beruf; ihre gesetzliche Aufgabe besteht im Schutz von Unterwassermonumenten
Die Interessen beider Gruppen decken sich an einem entscheidenden Punkt: Wo Tauchziele gleichzeitig Kulturdenkmale sind, dient der Schutz von Kulturdenkmalen auch dem Erhalt eines Tauchziels für die Freizeittaucherei.

Damit sich für uns Taucher die Tür zu aufregenden Reisen in unsere Geschichte öffnet und uns diese Tauchziele erhalten bleiben, sind Respekt, Achtsamkeit und besondere Kenntnisse Voraussetzung. Außerdem stellen sie an Sporttaucher oft besonders hohe sicherheitstechnische Anforderungen. Vom Strandungswrack bis zum tief gelegenen Wrack weit jenseits der Sporttauchgrenze – hier trifft sich Geschichte, Natur, Sicherheit und Technik.

Es werden die beiden Spezialkurse im VDST, „Denkmalgerechtes Tauchen“ und „Denkmalschutz und Archäologie unter Wasser“ angeboten.
Wen die Archäologie auch darüber hinaus fasziniert kann sich nach dem Ausbildungsschema der NAS weiterbilden.

Bei Fragen zum Thema UW- Archäologie erreicht Ihr mich unter Gerd.Knepel@htsv.de
Letzte Änderung: 05.01.07

Webmaster: Martin Haas

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